Behandlungen
Hyperhidrose Frankfurt
Botox® gegen Schwitzen
Dr. med. Inja LammersFachärztin für AllgemeinchirurgieFachärztin für Viszeralchirurgie
Hyperhidrose-Behandlung auf einen Blick
- Anwendungsbereiche
- übermäßiges Schwitzen der Achseln (zugelassene Anwendung); Hände oder Stirn nach Abwägung als Off-Label-Use
- Behandlungsdauer
- Injektionen an beiden Achseln meist unter 10 Minuten, mit Vorbereitung entsprechend länger
- Wirkbeginn/Ergebnis
- Besserung meist innerhalb der ersten Woche, volle Wirkung nach etwa 2 Wochen
- Wirkdauer
- an den Achseln ca. 4–7 Monate, teils länger; an den Händen meist kürzer
- Betäubung
- Achseln: sehr feine Nadel, meist ohne Betäubung; Hände: Betäubung in der Regel nötig
- Gesellschaftsfähigkeit
- in der Regel direkt nach der Behandlung; kleine Quaddeln oder Rötungen klingen meist rasch ab
- Nachsorge
- am Behandlungstag kein intensiver Sport und keine Sauna; Kontrolle nach etwa 2 Wochen
- Wiederholung
- nach Befund, frühestens nach 16 Wochen
- Kosten
- abhängig vom Behandlungsumfang
Nasse Flecken auf dem Hemd, bevor der Tag richtig begonnen hat, feuchte Hände beim Begrüßen oder die ständige Überlegung, welche Farbe das Oberteil heute haben darf: Wer übermäßig schwitzt, kennt diese Gedanken oft seit vielen Jahren. Viele Betroffene sprechen lange mit niemandem darüber, obwohl die Belastung im Beruf und im Privatleben groß sein kann. Übermäßiges Schwitzen, medizinisch Hyperhidrose, hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Häufig ist es eine eigenständige Störung der Schweißregulation, und in vielen Fällen lässt sich die Belastung deutlich verringern.
In meiner Privatpraxis in der Adickesallee in Frankfurt am Main behandle ich übermäßiges Schwitzen mit Botulinumtoxin. Bevor ich eine Behandlung vorschlage, möchte ich verstehen, wo und wie stark Sie schwitzen, seit wann das so ist und in welchen Situationen es Sie am meisten einschränkt. Mein Ziel ist eine spürbare Entlastung in Ihrem Alltag. Ob eine Behandlung mit Botulinumtoxin für Sie der richtige Weg ist, klären wir gemeinsam in einem persönlichen Beratungsgespräch.
Das sagen meine Patientinnen und Patienten
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Was ist Hyperhidrose?
Schwitzen ist lebenswichtig: Der Körper kühlt sich über die Verdunstung von Schweiß und hält so seine Temperatur stabil. Von einer Hyperhidrose spricht man, wenn deutlich mehr Schweiß gebildet wird, als für diese Wärmeregulation nötig wäre, und zwar auch in Ruhe, bei kühlen Temperaturen und ohne erkennbaren Anlass. Davon sind viele Menschen betroffen, häufig schon in jungen Jahren.
Örtlich begrenzt oder am ganzen Körper
Am häufigsten ist die fokale Hyperhidrose. Dabei schwitzen bestimmte Körperstellen besonders stark, typischerweise die Achseln, die Handflächen, die Fußsohlen oder das Gesicht und die Stirn. Davon zu unterscheiden ist ein vermehrtes Schwitzen am ganzen Körper, das Ärztinnen und Ärzte als generalisierte Hyperhidrose bezeichnen.
Primäre und sekundäre Hyperhidrose
Bei der primären Hyperhidrose lässt sich keine andere Erkrankung als Ursache finden. Sie beginnt meist schon in der Kindheit oder Jugend, häufig vor dem 25. Lebensjahr, tritt unvorhersehbar und unabhängig von der Temperatur auf und kommt in manchen Familien gehäuft vor. Typisch ist außerdem, dass im Schlaf nicht vermehrt geschwitzt wird. Bei vielen Menschen schwächt sich die primäre Hyperhidrose im Laufe des Erwachsenenalters wieder ab.
Bei einer sekundären Hyperhidrose ist das Schwitzen Folge von etwas anderem, zum Beispiel einer Schilddrüsenüberfunktion, einer Stoffwechselerkrankung, einer Infektion oder bestimmter Medikamente. Hier steht die Behandlung der Ursache im Vordergrund. Deshalb ist die Unterscheidung für mich der erste und wichtigste Schritt, bevor ich über eine örtliche Behandlung spreche.
Wie die Behandlung von Hyperhidrose wirkt
Botulinumtoxin gegen Schwitzen
Die Schweißdrüsen der Haut werden über feine Nervenfasern aktiviert. Diese Nerven geben an ihren Enden einen Botenstoff ab, der die Drüse zur Schweißbildung anregt. Botulinumtoxin, bekannt unter anderem unter dem Markennamen Botox®, blockiert die Freisetzung dieses Botenstoffs vorübergehend. Die Schweißdrüsen bleiben dabei vollständig erhalten, sie erhalten nur für einige Monate kein Signal mehr und bilden im behandelten Bereich deutlich weniger Schweiß.
Für die Behandlung des Schwitzens bringe ich den Wirkstoff nicht in einen Muskel ein, wie bei einer Faltenbehandlung, sondern sehr oberflächlich in die Haut, dorthin, wo die Schweißdrüsen liegen. Der Körper baut den Wirkstoff mit der Zeit wieder ab, die Nervenendigungen erholen sich, und die Schweißbildung nimmt langsam wieder zu. Die Wirkung ist deshalb vorübergehend, und die Behandlung muss für ein anhaltendes Ergebnis in Abständen wiederholt werden.
Was die Behandlung leisten kann und was nicht
Die Injektion wirkt nur dort, wo sie gesetzt wurde. Die Temperaturregulation des Körpers bleibt erhalten, weil die Achseln nur einen kleinen Teil der gesamten Hautfläche ausmachen. Botulinumtoxin behandelt das Symptom an der betroffenen Stelle, nicht die Ursache. Bei einer sekundären Hyperhidrose ersetzt es daher nie die Abklärung und Behandlung der Grunderkrankung.
Für wen ist eine Hyperhidrose-Behandlung geeignet und welche Kontraindikationen gibt es?
Eine Behandlung mit Botulinumtoxin kann für Sie sinnvoll sein, wenn das Schwitzen Sie im Alltag deutlich einschränkt und die Beschwerden zu einer primären, örtlich begrenzten Hyperhidrose passen. An den Achseln ist Botulinumtoxin vor allem dann vorgesehen, wenn Antitranspirantien trotz regelmäßiger Anwendung nicht ausreichend helfen oder die Haut sie nicht verträgt.
Gut geeignet sind Sie in der Regel, wenn:
- das starke Schwitzen seit Jahren besteht und in der Jugend oder im jungen Erwachsenenalter begonnen hat,
- vor allem die Achseln, die Hände oder die Stirn betroffen sind, meist auf beiden Seiten,
- Sie nachts nicht auffällig schwitzen,
- äußerliche Mittel keine ausreichende Wirkung gezeigt haben,
- Sie volljährig sind und realistische Erwartungen an eine vorübergehende Behandlung haben.
Zuerst ärztlich abgeklärt werden sollte das Schwitzen, wenn es neu im Erwachsenenalter aufgetreten ist, vor allem nachts auftritt, nur eine Körperseite betrifft, den ganzen Körper erfasst oder von Gewichtsverlust, Fieber, Herzrasen oder anderen Beschwerden begleitet wird. In diesen Fällen kläre ich mit Ihnen, welche Untersuchungen vorab sinnvoll sind, gegebenenfalls bei Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt.
Gegen eine Behandlung mit Botulinumtoxin sprechen oder besondere Vorsicht erfordern unter anderem:
- Schwangerschaft und Stillzeit
- eine Infektion oder Entzündung an den geplanten Einstichstellen
- eine bekannte Überempfindlichkeit gegen Botulinumtoxin oder andere Bestandteile des Präparats
- Erkrankungen der Muskulatur oder der Signalübertragung zwischen Nerv und Muskel, zum Beispiel eine Myasthenia gravis
- bestehende Schluck- oder Atemstörungen
- bestimmte Medikamente, die die Signalübertragung zwischen Nerv und Muskel beeinflussen, etwa einige Antibiotika
Ob eine Behandlung für Sie infrage kommt, entscheide ich nach Gespräch und Untersuchung, bezogen auf die Körperregion, um die es geht.
Anwendungsbereiche der Hyperhidrose-Behandlung
Jede Körperregion bringt ihre eigenen Besonderheiten mit. Welche Bereiche sich bei Ihnen sinnvoll behandeln lassen, hängt von der Ausprägung und Ihrem Alltag ab.
Achseln
Das Schwitzen in den Achseln ist der häufigste Anlass für eine Behandlung. Hier ist Botulinumtoxin am besten untersucht, und für diese Anwendung besteht eine arzneimittelrechtliche Zulassung: Das Präparat Botox® ist für starkes, anhaltendes primäres Achselschwitzen zugelassen, das auf äußerliche Mittel nicht ausreichend anspricht. Die Behandlung ist vergleichsweise wenig belastend, weil die Haut der Achsel gut zugänglich ist und die Einstiche sehr oberflächlich gesetzt werden.
Hände
Feuchte Handflächen belasten besonders, weil Hände ständig im Einsatz sind: beim Begrüßen, beim Schreiben oder am Lenkrad. Botulinumtoxin kann auch hier wirken, die Anwendung liegt aber außerhalb der Zulassung. Die Handflächen sind empfindlich, deshalb ist eine Betäubung in der Regel nötig. Außerdem kann die Kraft einzelner Handmuskeln vorübergehend nachlassen. Wenn Sie beruflich oder in der Freizeit auf feine Fingerbewegungen angewiesen sind, etwa beim Musizieren oder in handwerklichen Berufen, besprechen wir das vorher ausführlich.
Stirn
Starkes Schwitzen an Stirn und Kopfhaut fällt schnell auf und ist schwer zu verbergen. Auch hier ist eine Behandlung mit Botulinumtoxin möglich, jedoch ebenfalls außerhalb der Zulassung. Weil in der Stirn Muskeln liegen, die die Augenbrauen anheben, müssen die Einstichpunkte hier besonders sorgfältig geplant werden, damit die Mimik nicht ungleichmäßig wird.
Was Off-Label-Use bedeutet
Eine Anwendung außerhalb der Zulassung wird als Off-Label-Use bezeichnet. Sie ist ärztlich möglich, setzt aber eine gesonderte Aufklärung voraus. Ich sage Ihnen vor der Behandlung ausdrücklich, ob die für Sie geplante Anwendung innerhalb oder außerhalb der Zulassung liegt, und erkläre, was daraus für Sie folgt. Ob eine Behandlung der Hände oder der Stirn für Sie infrage kommt, klären wir im Gespräch.
Wie eine Hyperhidrose-Behandlung in Frankfurt abläuft
Das Beratungsgespräch
Am Anfang steht das Gespräch. Ich frage, seit wann Sie stark schwitzen, welche Körperstellen betroffen sind, ob das Schwitzen auch nachts auftritt und in welchen Situationen es Sie am meisten belastet. Mich interessiert auch, was Sie bereits ausprobiert haben, zum Beispiel Antitranspirantien oder Leitungswasser-Iontophorese. Außerdem gehe ich mit Ihnen Vorerkrankungen, Medikamente, Allergien und frühere Behandlungen mit Botulinumtoxin durch.
Danach sehe ich mir die betroffenen Hautareale an. Ich kläre Sie über Nutzen, Grenzen, Alternativen, mögliche Nebenwirkungen und den Zulassungsstatus der geplanten Anwendung auf. Beratung und Behandlung müssen nicht am selben Tag stattfinden. Sie können sich in Ruhe entscheiden.
Die Behandlung
Zu Beginn reinige und desinfiziere ich die Haut. Damit genau dort behandelt wird, wo Sie am stärksten schwitzen, lässt sich das aktive Schweißareal zum Beispiel mit dem sogenannten Jod-Stärke-Test sichtbar machen: Die Haut wird mit einer Jodlösung bestrichen und mit Stärkepuder bestäubt, und wo Schweiß austritt, färbt sie sich dunkel. Üblich ist, die Einstichpunkte innerhalb dieses Bereichs in regelmäßigen Abständen von etwa 1 bis 2 Zentimetern zu verteilen. Wie viele es werden, hängt von der Größe des Areals ab; an den Händen sind es deutlich mehr als an den Achseln.
Anschließend bringe ich das Botulinumtoxin mit einer sehr feinen Nadel oberflächlich in die Haut ein. An den Achseln empfinden die meisten Menschen die Einstiche als kurzes Pieken. Die Injektionen selbst dauern an beiden Achseln meist nur wenige Minuten.
Nach der Behandlung
Direkt nach der Behandlung können an den Einstichstellen kleine Quaddeln, Rötungen oder, falls das Schweißareal markiert wurde, Reste der Markierung zu sehen sein. Die Quaddeln bilden sich meist innerhalb kurzer Zeit zurück, Farbreste lassen sich abwaschen. In der Regel können Sie die Praxis anschließend ohne Einschränkungen verlassen und Ihrem Alltag nachgehen. Beim Kontrolltermin nach etwa zwei Wochen sehen wir gemeinsam, wie gut die Wirkung eingesetzt hat und ob einzelne Stellen noch auffällig schwitzen, und besprechen das weitere Vorgehen.
Wie lange das Ergebnis einer Hyperhidrose-Behandlung anhält
Die Wirkung von Botulinumtoxin ist vorübergehend. An den Achseln hält sie etwa 4 bis 7 Monate an, bei manchen Menschen auch deutlich länger. An den Händen ist die Wirkdauer meist etwas kürzer. Danach nimmt die Schweißbildung langsam wieder zu, sie kehrt aber nicht schlagartig zurück.
Wie lange die Behandlung bei Ihnen wirkt, hängt unter anderem von der behandelten Region, der Ausprägung Ihrer Hyperhidrose, der eingesetzten Menge und Ihrem Stoffwechsel ab. An den Achseln sind meist ein bis zwei Behandlungen im Jahr nötig.
Eine Auffrischung plane ich nicht nach einem festen Kalender, sondern nach Ihrem Befund: Sobald Sie merken, dass das Schwitzen wieder zunimmt, sehen wir uns die Situation gemeinsam an. Zwischen zwei Behandlungen an den Achseln sollten mindestens 16 Wochen liegen, so ist es für das Präparat vorgegeben.
Was Sie vor und nach einer Hyperhidrose-Behandlung beachten sollten
Mit ein paar einfachen Punkten tragen Sie selbst dazu bei, dass die Behandlung gut verläuft. Ich gehe sie vor Ort mit Ihnen durch.
Vorbereitung
- Bringen Sie eine Liste Ihrer Medikamente mit und nennen Sie mir auch Nahrungsergänzungsmittel. Blutverdünnende Mittel, Acetylsalicylsäure oder Vitamin E können blaue Flecken wahrscheinlicher machen. Setzen Sie verordnete Medikamente aber nie eigenmächtig ab.
- Nennen Sie mir frühere Behandlungen mit Botulinumtoxin, auch an anderen Körperstellen, damit ich Gesamtmenge und Abstände berücksichtigen kann.
- Akute Infekte, Entzündungen oder gereizte Haut im Behandlungsbereich sprechen Sie bitte vorab an. Dann verschieben wir den Termin.
- Wie Sie vor dem Termin mit Rasur und Antitranspirant umgehen, sage ich Ihnen vorab, damit sich das Schweißareal gut erkennen lässt.
- Planen Sie etwas Vorlauf ein, wenn ein wichtiger Anlass bevorsteht, weil sich die volle Wirkung erst nach und nach entwickelt.
Nachsorge
- Reiben oder massieren Sie die behandelten Stellen in den ersten Stunden nicht kräftig.
- Verzichten Sie am Behandlungstag auf intensiven Sport, Sauna und Dampfbad.
- Tragen Sie am Behandlungstag möglichst lockere Kleidung, damit die Einstichstellen nicht gereizt werden.
- Nach einer Behandlung der Hände achten Sie in den ersten Tagen darauf, wie sich Ihre Griffkraft anfühlt, und melden mir Veränderungen.
- Bei ungewöhnlichen Beschwerden, zunehmender Rötung oder Schwellung rufen Sie mich an, statt abzuwarten.
Wann das Ergebnis bei Hyperhidrose spürbar wird
Botulinumtoxin braucht einige Tage, bis es wirkt. Bei der Behandlung der Achseln tritt die Besserung meist innerhalb der ersten Woche ein. Viele Betroffene bemerken schon nach zwei bis vier Tagen, dass das Hemd länger trocken bleibt. Die volle Wirkung zeigt sich meist nach etwa zwei Wochen. An den Händen oder an der Stirn kann der Verlauf etwas anders sein.
Woran wir das Ergebnis messen, entscheiden Sie mit: Ich frage Sie beim Kontrolltermin, ob Sie Kleidung wieder freier wählen, Hände ohne Zögern reichen oder Situationen entspannter angehen, die Sie vorher gemieden haben. Eine gewisse Restfeuchtigkeit kann bestehen bleiben, und wie stark die Schweißbildung zurückgeht, ist von Mensch zu Mensch verschieden.
Mögliche Risiken und Nebenwirkungen einer Hyperhidrose-Behandlung
Die Behandlung mit Botulinumtoxin gegen übermäßiges Schwitzen ist in der Regel gut verträglich. Sie ist aber ein medizinischer Eingriff mit einem verschreibungspflichtigen Arzneimittel. Über die möglichen Risiken kläre ich Sie deshalb immer vor der Behandlung auf, nicht erst danach.
Häufige und meist vorübergehende Reaktionen
- Schmerzen, Rötung, Schwellung oder kleine Blutergüsse an den Einstichstellen
- Juckreiz oder leichte Hautreizungen im behandelten Bereich
- Kopfschmerzen, Hitzewallungen oder ein kurzes Kribbeln
- vermehrtes Schwitzen an anderen Körperstellen, etwa am Rücken oder an der Brust
- Schmerzen im Arm
Seltener oder abhängig von der Region
- vorübergehend nachlassende Kraft einzelner Handmuskeln nach einer Behandlung der Handflächen
- ungleichmäßige Mimik oder eine abgesunkene Augenbraue nach einer Behandlung der Stirn
- Übelkeit, Muskelschwäche oder Muskelschmerzen
- selten allergische Reaktionen
Wenn nach der Behandlung Schluck-, Sprech- oder Atembeschwerden, eine ausgeprägte Muskelschwäche oder Sehstörungen auftreten, ist das umgehend ärztlich abzuklären. Warten Sie in diesem Fall nicht bis zu einem regulären Kontrolltermin.
Wie sich die Kosten einer Hyperhidrose-Behandlung ergeben
Wie viel eine Behandlung gegen übermäßiges Schwitzen kostet, hängt vor allem davon ab, welche Körperstellen behandelt werden und wie groß das schwitzende Areal ist. Die Achseln, die Hände und die Stirn unterscheiden sich deutlich in der Zahl der Einstichpunkte, in der benötigten Wirkstoffmenge und im zeitlichen Aufwand. An den Händen kommt in der Regel eine Betäubung hinzu, die ebenfalls geplant werden muss.
Auch der Ablauf spielt eine Rolle: ob das Schweißareal mit dem Jod-Stärke-Test markiert wird, ob ein Kontrolltermin vorgesehen ist und ob mehrere Regionen in einer Sitzung behandelt werden. Deshalb nenne ich Ihnen keinen Pauschalpreis, der am Ende nicht zu Ihrem Befund passt. Sie erhalten im Beratungsgespräch eine nachvollziehbare Aufstellung, aus der hervorgeht, welche Leistungen enthalten sind, bevor Sie sich entscheiden.
Weil die Wirkung vorübergehend ist, ist jede Auffrischung ein eigener, erneut geplanter Behandlungsschritt.
Die Abrechnung erfolgt in meiner Privatpraxis nach der Gebührenordnung für Ärzte. Ob sich Ihre Versicherung an den Kosten beteiligt, klären Sie am besten vorab direkt mit Ihrem Versicherer.
Warum eine Hyperhidrose-Behandlung bei Dr. med. Inja Lammers
Ich bin Fachärztin für Allgemeinchirurgie und Fachärztin für Viszeralchirurgie mit langjähriger chirurgischer Erfahrung und habe mich seit 2019 intensiv in der ästhetischen Medizin weitergebildet. Dazu gehören regelmäßige Fortbildungen und internationale Kongresse in Deutschland, Argentinien, England, Spanien, Frankreich und der Schweiz. Seit April 2022 arbeite ich ausschließlich im Bereich der ästhetischen Medizin und Chirurgie.
Übermäßiges Schwitzen ist für viele Menschen ein Thema, über das sie nur ungern sprechen. Bei mir müssen Sie sich dafür nicht rechtfertigen. Ich nehme mir Zeit zu verstehen, wie stark das Schwitzen Ihren Alltag prägt: welche Situationen Sie meiden, welche Kleidung Sie nicht mehr tragen und was Sie schon alles versucht haben.
Bevor ich behandle, prüfe ich sorgfältig, ob das Schwitzen zu einer primären Hyperhidrose passt oder ob zunächst eine andere Ursache abgeklärt werden sollte. Wenn eine andere Behandlung besser zu Ihrer Situation passt, sage ich Ihnen das offen. Mir ist wichtig, dass Sie verstehen, was Botulinumtoxin leisten kann, wie lange es wirkt und wo seine Grenzen liegen, damit Sie eine Entscheidung treffen können, die sich für Sie richtig anfühlt.
Alternativen und Grenzen bei Hyperhidrose
Botulinumtoxin ist nicht der einzige Weg, übermäßiges Schwitzen zu behandeln. Die Fachgesellschaften empfehlen ein stufenweises Vorgehen, das meist mit einfachen Maßnahmen beginnt. Welche Behandlung für Sie passt, hängt von der betroffenen Region, Ihrer Hautverträglichkeit, Ihren Vorerkrankungen und davon ab, was Sie bereits ausprobiert haben. Je nach Ausgangslage kommen unter anderem in Betracht:
- Antitranspirantien mit Aluminiumchlorid: Sie verschließen die Ausgänge der Schweißdrüsen und sind für die Achseln die erste Wahl. Sie wirken verzögert und sollten über mehrere Wochen konsequent angewendet werden. Im Unterschied dazu überdeckt ein Deodorant vor allem den Geruch.
- Creme mit Glycopyrroniumbromid: Seit 2022 gibt es in Deutschland eine verschreibungspflichtige Creme für starkes Achselschwitzen, die die Nervensignale an den Schweißdrüsen dämpft.
- Leitungswasser-Iontophorese: Hände oder Füße werden regelmäßig in ein Wasserbad gelegt, durch das ein schwacher Gleichstrom fließt. Das Verfahren ist bei Händen und Füßen bewährt, muss aber dauerhaft angewendet werden, anfangs mehrmals pro Woche.
- Tabletten mit schweißhemmender Wirkung: Sie wirken auf den ganzen Körper und kommen vor allem bei ausgedehntem Schwitzen infrage. Mundtrockenheit und andere Nebenwirkungen sind dabei häufig.
- Geräte mit Wärmeenergie, etwa Mikrowellen- oder Radiofrequenzverfahren: Sie sollen Schweißdrüsen in den Achseln durch Wärme dauerhaft schädigen. Die Datenlage ist geringer als bei Botulinumtoxin.
- Operative Schweißdrüsenentfernung an den Achseln: Bei der sogenannten Saugkürettage wird das Gewebe mit den Schweißdrüsen unter der Achselhaut ausgeschabt und abgesaugt. Der Eingriff zielt auf eine länger anhaltende Verringerung, bringt aber eigene Risiken wie Blutergüsse, Narben oder Gefühlsstörungen mit sich.
Diese Verfahren haben jeweils eigene Stärken und Grenzen, und manche lassen sich kombinieren. Welche Möglichkeit bei Ihnen sinnvoll ist und ob dafür eine andere fachärztliche Behandlung besser geeignet ist, ordne ich im Gespräch mit Ihnen ein.
Eine Grenze gilt für alle örtlichen Verfahren: Keine Behandlung schaltet das Schwitzen am ganzen Körper aus, das wäre auch nicht wünschenswert. Ziel ist eine deutliche Entlastung an den Stellen, die Sie im Alltag am meisten belasten.
Ihr Beratungsgespräch in Frankfurt vereinbaren
Ob eine Behandlung mit Botulinumtoxin gegen übermäßiges Schwitzen für Sie geeignet ist, welche Körperstellen sinnvoll behandelt werden können und was Sie realistisch erwarten dürfen, klären wir im persönlichen Gespräch nach einer Untersuchung. Deshalb steht am Anfang immer die Beratung mit Aufklärung, nie die Behandlung.
Wenn Sie mögen, vereinbaren Sie Ihren Beratungstermin zur Hyperhidrose-Behandlung in Frankfurt telefonisch unter 069 989 391 78 oder über die Online-Terminbuchung. Ich nehme mir Zeit für Ihr Anliegen und freue mich sehr auf Sie.
Häufige Fragen zur Behandlung von Hyperhidrose in Frankfurt
Was wird beim ersten Termin zur Hyperhidrose-Behandlung besprochen?
Es geht um Ihre Vorgeschichte, die betroffenen Stellen und das, was Sie bereits ausprobiert haben, dazu um Vorerkrankungen und Medikamente. Nach der Untersuchung erkläre ich Ihnen, ob Botulinumtoxin zu Ihrer Situation passt oder ob zuerst eine andere Ursache abgeklärt werden sollte.
Wie lange hält die Wirkung gegen das Schwitzen an?
An den Achseln hält die Wirkung meist mehrere Monate an, bei manchen Menschen auch länger. An den Händen ist sie oft etwas kürzer. Wie lange es bei Ihnen wirkt, hängt von der Ausprägung des Schwitzens, der Region und Ihrem Stoffwechsel ab.
Wann merke ich, dass ich weniger schwitze?
Die Wirkung baut sich über einige Tage auf. An den Achseln bemerken viele schon nach wenigen Tagen einen Unterschied. Wenn die volle Wirkung erreicht ist, sehen wir uns zur Kontrolle wieder.
Ist die Behandlung schmerzhaft?
An den Achseln verwende ich eine sehr feine Nadel, und die meisten Menschen beschreiben die Einstiche als kurzes Pieken. Wenn Sie empfindlich sind, sprechen Sie mich vorher an, dann finden wir eine für Sie angenehme Lösung. An den Handflächen ist in der Regel eine Betäubung nötig.
Wie lange dauert die Behandlung und kann ich danach arbeiten?
Die Behandlung selbst ist kurz, mit Vorbereitung etwas länger. In der Regel können Sie danach direkt wieder arbeiten. Am Behandlungstag sollten Sie auf intensiven Sport und Sauna verzichten.
Kann man auch schwitzende Hände behandeln?
Botulinumtoxin kann auch an den Handflächen wirken. Die Einstiche sind dort empfindlicher, und die Kraft einzelner Handmuskeln kann vorübergehend nachlassen. Ob eine Behandlung der Hände für Sie infrage kommt oder zum Beispiel die Leitungswasser-Iontophorese besser passt, klären wir im Gespräch.
Ist Botulinumtoxin für jede Form von Hyperhidrose zugelassen?
Nein. In Deutschland ist Botox® für starkes primäres Achselschwitzen zugelassen, das auf äußerliche Mittel nicht ausreichend anspricht. Die Behandlung anderer Regionen, etwa der Hände oder der Stirn, erfolgt als Off-Label-Use. Darüber informiere ich Sie vor der Behandlung ausdrücklich.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Häufig sind vorübergehende Reaktionen an den Einstichstellen wie Schmerzen, Rötung oder kleine Blutergüsse. Manche Menschen schwitzen danach an anderen Körperstellen etwas mehr. An den Händen kann die Griffkraft vorübergehend nachlassen. Schluck-, Atem- oder Sehstörungen sind sehr selten, sollten aber umgehend ärztlich abgeklärt werden.
Ist starkes Schwitzen ein Zeichen mangelnder Hygiene?
Nein. Übermäßiges Schwitzen ist eine Störung der Schweißregulation und hat nichts damit zu tun, wie oft sich jemand wäscht. Häufiges Waschen beseitigt die Ursache nicht und kann die Haut zusätzlich reizen. Wichtig ist, das Schwitzen richtig einzuordnen und passend zu behandeln.
Was kostet die Behandlung und wie oft muss sie wiederholt werden?
Die Kosten richten sich nach den behandelten Regionen, der Größe des Schweißareals und der benötigten Wirkstoffmenge. Sie erhalten im Beratungsgespräch eine nachvollziehbare Aufstellung, bevor Sie sich entscheiden. Wie oft eine Auffrischung nötig ist, richtet sich nach Ihrem Befund; an den Achseln meist ein- bis zweimal im Jahr.
Geprüft durch Dr. med. Inja Lammers
Die medizinischen Inhalte dieser Seite zur Behandlung der Hyperhidrose wurden von Dr. med. Inja Lammers persönlich geprüft und fachlich eingeordnet. Sie basieren auf ihrer ärztlichen Erfahrung sowie ihrer Spezialisierung auf ästhetische Medizin und Chirurgie.
Als Fachärztin für Allgemeinchirurgie und Fachärztin für Viszeralchirurgie nimmt sich Dr. Lammers bei übermäßigem Schwitzen Zeit zu verstehen, wie stark es den Alltag prägt. Vor der Behandlung prüft sie sorgfältig, ob das Schwitzen zu einer primären Hyperhidrose passt oder ob zunächst eine andere Ursache abgeklärt werden sollte.
Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine persönliche Untersuchung und ärztliche Beratung.
Stand dieser Seite: Oktober 2026
Quellen und weiterführende Informationen
Die folgenden Fach- und Patienteninformationen bieten zusätzliche Orientierung. Sie ersetzen keine persönliche ärztliche Beratung, können aber helfen, die Angaben auf dieser Seite einzuordnen.
AWMF: S1-Leitlinie Definition und Therapie der primären Hyperhidrose: deutsche Leitlinie der Dermatologie zu Einteilung und Stufen der Behandlung.
Deutsche Gesellschaft für Dermatochirurgie: Hyperhidrose
Fachinformation BOTOX® 50/100/200 Allergan-Einheiten: die amtliche Produktinformation zu Anwendungsgebieten, Dosierung und Nebenwirkungen.
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Expertengruppe Off-Label: was es bedeutet, wenn ein zugelassenes Arzneimittel außerhalb seines Zulassungsbereichs angewendet wird.
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